Ausstellungen
Ton Berens – Berliner Fotograf und Filmemacher

Die professionelle digitale Fotografie ist seit vielen Jahren fester Bestandteil der Arbeit des gebürtigen Niederländers. Seine Bilder zeugen von seiner Begeisterung und Liebe zum Detail. Um den Betrachter nicht in eine bestimmte Richtung zu lenken, verzichtet er zumeist darauf, seinen Arbeiten Titel zu geben. Ein Foto kann tausende unterschiedliche Wirkungen hervorrufen. Denn jeder Betrachter sieht – abgesehen von der Tagesform – aufgrund seiner Geschichte, seines familiären und kulturellen Hintergrundes quasi ein anderes Foto. Die Kombination von Farben und Motiven, vermeintlichem Chaos und Durcheinander ermöglichen es, in jedem Bild immer wieder Neues zu entdecken.
Photographer Ton Berens.
Infos unter:
Antonia Duende „Jazzportraits im Rhythmus der Musik - eine Liebeserklärung“
Eröffnung: Mittwoch 23. Juni 2010 // Eintritt: Frei!

„Antonia Duende zeichnet vor der Bühne. Sie setzt in ihrer Arbeit auf den nonverbalen, spannungsvollen Dialog mit Musikern und Musik, der sowohl akustisch als auch über Blickkontakte realisiert wird. Die Künstlerin nimmt den Jazz förmlich in sich auf und lässt sich von ihm tragen. Indem sie zeichnet, steigert sie die Intensität ihres eigenen Musikerlebens: Die Pastellstifte in ihrer Hand scheinen sich wie von selbst in Instrumente zu verwandeln – sie gleiten, hüpfen, springen über das Papier. Die Präsenz und Vitalität der Musiker, die Töne und Rhythmen des Jazz werden in die Bildsprache der Künstlerin transformiert. Es entstehen Blätter, die den unverwechselbaren Swing des Jazz atmosphärisch aufnehmen oder ihn gar selbst zum Thema machen. Die Zeichnungen sind also nicht nur und zuerst Porträts einzelner Musiker, sondern sie erfassen immer auch den Geist des Jazz, seine Lebendigkeit und Kreativität.
Der Künstlerin gelingt es, die verschiedenen Stimmungen des Jazz einzufangen. Ist einigen Musikern ihre Spielfreude förmlich ins Gesicht geschrieben, vermitteln andere eher ein Gefühl meditativer Versunkenheit. Doch alle scheinen sich auf ihr Spiel, auf den Rhythmus der Band, auf den Swing zu konzentrieren. Deutlich wird dies an ihrer angespannten Körperhaltung, an der flirrenden Bewegtheit ihrer Hände, am grafischen Duktus. Überhaupt charakterisieren die Begriffe Bewegtheit, Spannung und Rhythmik diese Zeichnungen am trefflichsten. Konzentrierte sich Antonia Duende anfangs vor allem auf die Persönlichkeit, die Aura des einzelnen Musikers, wurde ihr nach und nach die Spezifik der Musik, die Eigentümlichkeit des Jazz immer wichtiger. Der Duktus wurde freier, der Strich kräftiger. Kaum vorstellbar, dass auch nur eines dieser Blätter in der Staatsoper hätte entstehen können.
Die dialogisch angelegten Arbeiten verwischen die traditionellen Grenzen zwischen Jazz und Zeichnung auf wundersame Weise. Sie laden ein zum Gespräch – im wörtlichen Sinne. Antonia Duende erlebt dies bei „ihren“ Konzerten immer wieder. Häufig zeigen sich die Musiker verblüfft über die „Hörgewohnheiten“ dieser Künstlerin. Sie fragen nach, sind neugierig. Antonia Duendes Zeichnungen gewähren ihnen dann einen Blick auf sich selbst – auf sich selbst im Spiegel der Anderen. “ Dr. Andreas Trampe
Die Ausstellung zeigt Pastellportraits von Musikern die teilweise in Lagari und anderen Live-Clubs in Neukölln entstanden sind. Am 25. Juni, im Rahmen von 48 St. Neukölln zeichnet Antonia Duende vor der Bühne von 22:00 Uhr bis Mitternacht.